Allgemeine Geschäftsbedingungen
Hinweis: Diese AGB sind ein Entwurf. Vor produktiver Nutzung bitte durch eine Rechtsabteilung prüfen lassen.
1. Vertragsgegenstand
LLOYK („Anbieter") betreibt unter der Domain lloyk.com eine Software-as-a-Service-Anwendung: einen KI-gestützten Arbeitsraum für Notizen, Aufgaben, Meetings und Wissen („Dienst"). Diese AGB regeln das Vertragsverhältnis zwischen Anbieter und Nutzer (Verbraucher oder Unternehmer).
Der Dienst besteht aus den folgenden Modulen. Optionale Module können Workspace-Admins ein- und ausschalten; als „standardmäßig ausgeschaltet" gekennzeichnete Module stehen erst nach dem Einschalten zur Verfügung.
- Notizen: Inhalte als Text, Sprachaufnahme, Datei, E-Mail oder Web-Ausschnitt erfassen, in Spaces und Ordnern ordnen, durchsuchen und teilen.
- Aufgaben: Aufgaben und Tabellen in Boards und Ansichten planen und verfolgen.
- Meetings: Meeting-Aufnahmen hochladen oder durch einen Meeting-Bot aufzeichnen lassen, transkribieren und auswerten. Aufnahmen sind standardmäßig nur für die aufzeichnende Person abspielbar, auch wenn die Meeting-Notiz geteilt ist.
- Visualisierungen: Charts, Diagramme und Canvases aus Workspace-Inhalten erstellen.
- Automationen: Wiederkehrende Abläufe in Boards regelbasiert ausführen.
- Dokumente (standardmäßig ausgeschaltet): Geschäftsdokumente hochladen, per Texterkennung erschließen, prüfen und ablegen. Von KI vorgeschlagene Metadaten werden erst übernommen, wenn eine berechtigte Person sie bestätigt.
- Intranet (standardmäßig ausgeschaltet): Ankündigungen, Wissensseiten, Veranstaltungen, Umfragen, ein Personenverzeichnis und Communities innerhalb eines Workspace veröffentlichen. Der Beitritt zu einer Community gewährt keinen Zugriff auf Spaces oder Notizen.
- Passwörter (standardmäßig ausgeschaltet): Zugangsdaten und Schlüssel Ende-zu-Ende verschlüsselt ablegen und teilen. Der Anbieter kann Tresor-Inhalte weder lesen noch entschlüsseln. Gehen Passphrase und alle eingerichteten Wiederherstellungswege verloren, kann er den Zugang nicht wiederherstellen. Tresor-Inhalte sind von Suche und KI-Funktionen ausgeschlossen.
- Präsentationen (standardmäßig ausgeschaltet): Präsentationen aus bestehenden Inhalten zusammenstellen; die Folien zeigen diese Inhalte bei jedem Aufruf in ihrem aktuellen Stand.
- Reports (standardmäßig ausgeschaltet): Eingehende Berichte und wiederkehrende Berichtspflichten verfolgen.
- Start: Eine zusammengestellte Seite, die Termine, fällige Aufgaben, offene Punkte aus Meetings und Benachrichtigungen des Tages aus den aktivierten Modulen bündelt. Start speichert keine Kopien von Modulinhalten: jede Angabe wird bei jedem Aufruf mit den Rechten der ansehenden Person aus dem jeweiligen Modul gelesen. Gespeichert werden je Person nur die Anordnung der Abschnitte und, wenn der KI-Tagesfokus genutzt wird, dessen kurzer Text.
2. Registrierung & Account
Die Nutzung setzt einen Account voraus. Der Nutzer ist verpflichtet, wahrheitsgemäße Angaben zu machen und Zugangsdaten vertraulich zu behandeln. Bei Verdacht auf Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.
3. Plans, Preise & Zahlung
Die jeweils aktuellen Plans und Preise sind unter /pricing ausgewiesen. Kostenpflichtige Abos werden über Stripe abgerechnet. Es gelten die jeweils ausgewiesenen monatlichen oder jährlichen Beträge zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Ein Testzeitraum des Pro-Tarifs endet automatisch und ohne Zahlungspflicht; danach gelten die Grenzen des Free-Tarifs, vorhandene Inhalte bleiben erhalten.
4. KI-Funktionen
KI-Funktionen stehen auf zwei Wegen zur Verfügung:
- LLOYK AI: Der Anbieter stellt KI-Modelle über eigene Anbieterzugänge bereit. Die Nutzung ist je Workspace durch das monatliche Kontingent des gebuchten Tarifs begrenzt, soweit der Tarif eines vorsieht. Ist es aufgebraucht, stehen KI-Funktionen über LLOYK AI bis zum Beginn des nächsten Kalendermonats oder bis zu einem Tarifwechsel nicht zur Verfügung.
- Eigene Schlüssel (Bring Your Own Key): Der Nutzer hinterlegt API-Keys eigener Konten bei KI-Anbietern. Die Kosten dieser Anbieter trägt der Nutzer direkt. Der Anbieter verschlüsselt die hinterlegten Keys mit AES-256-GCM und speichert sie ausschließlich verschlüsselt in seiner Datenbank.
Welche KI-Anbieter auf welchem Weg Daten erhalten, nennt die Liste der Subprozessoren. KI-Ausgaben werden maschinell erzeugt und können unzutreffend oder unvollständig sein.
5. Verfügbarkeit
Der Anbieter strebt eine durchschnittliche Verfügbarkeit von 99,5 % im Kalendermonat an, schließt jedoch geplante Wartungsfenster und höhere Gewalt aus. Eine darüber hinausgehende SLA bedarf einer gesonderten Vereinbarung im Enterprise-Plan.
6. Nutzungsrechte & Datenhoheit
Sämtliche vom Nutzer hochgeladenen Inhalte (Notizen, Sprachaufnahmen, Anhänge) verbleiben im Eigentum des Nutzers. Der Anbieter erhält das einfache, nicht ausschließliche Recht, diese Inhalte ausschließlich zur Erbringung des Dienstes zu verarbeiten. Welche Daten sich in welchem Format exportieren lassen, beschreibt die Übersicht Datenexport und Anbieterwechsel.
Veröffentlicht der Nutzer Inhalte über einen öffentlichen Link, sind sie für jeden, der den Link kennt, ohne Anmeldung abrufbar, bis der Link zurückgenommen oder die Quelle gelöscht, archiviert oder der Workspace pausiert wird.
7. Kündigung
Free-Accounts können jederzeit gelöscht werden. Kostenpflichtige Abos verlängern sich automatisch um den jeweils gewählten Zeitraum und können bis zum Ende der aktuellen Abrechnungsperiode gekündigt werden (Self-Service via Stripe Customer Portal oder über Verträge hier kündigen).
8. Haftung
Der Anbieter haftet uneingeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes. Bei einfacher Fahrlässigkeit ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
9. Widerrufsrecht (Verbraucher)
Verbraucher haben das Recht, binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen den Vertrag zu widerrufen. Mit Beginn der Nutzung des Dienstes innerhalb dieser Frist erlischt das Widerrufsrecht. Der Widerruf kann über die elektronische Widerrufsfunktion erklärt werden.
10. Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht. Gerichtsstand ist — soweit zulässig — der Sitz des Anbieters. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.